Die Wandergruppe
© Heiner Majewski
Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (OSL) – Rundtour – Durch den Spreewald von Lübbenau nach Wotschofska
Die Tour war am 23. März 2025
Wanderleiter: Heiner Majewski

Der Link zur Tour bei Komoot.

Wanderstrecke: etwa 17,2 Kilometer

Teilnehmer inkl. WL: 14

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Heute gibt es wieder eine Tour mit den RainbowHikers, drei Wanderinnen, zehn Wanderer und ein Hund folgen mir durch den Spreewald.

Wir starten unsere Wanderung gegen 10.10 Uhr am Bahnhof Lübbenau. Zunächst geht es nach Stottoff, einem der ältesten Stadtteile von Lübbenau, 1315 erstmalig urkundlich erwähnt. Ursprünglich nur eine winzige Siedlung, vergrößerte sich der Ort im Dreißigjährigen Krieg durch Ansiedlung von Flüchtlingen aus zerstörten Orten. Es gab die Stottoffer Kahnfahrt, eine direkte Verbindung zur Spree, an der jedes Gehöft einen Steg hatte. Die Stottoffer Kahnfahrt wurde 1938 zugeschüttet.
Durch eine enge Gasse laufen wir dann durch Kampe. Wir folgen dem Verlauf der Kamske und des Barbaragrabens auf schönen Deichwegen bis zur Zerkwitzer Kahnfahrt. Hier treffen wir auf den asphaltierten Radweg nach Lübben, dem wir ein Stück folgen, jetzt wieder parallel zum Barbaragraben.
Dort wo der Barbaragraben in die Spree fließt, verlassen wir den Radweg und überqueren die Spree. Und es geht auf den Barzlin, einem ehemaligen Kaupen, einem Sandhügel aus der letzten Eiszeit. Hier gab es die ehemalige slawische Siedlung Batzlin; der Sand wurde benutzt, um 1938 die Stottoffer Kahnfahrt, die völlig ausgetrocknet war, zuzuschütten. In den 1990er-Jahren kam jemand auf die Idee, Fichten auf dem Barzlin zu pflanzen. Fünfzehn Jahre später stellte man fest, dass der größte Teil davon eingegangen war. Der Borkenkäfer erledigte den Rest. Seitdem wird das Gebiet sich selbst überlassen, um zu sehen, wie es sich entwickelt.
Durch die Flutmulde geht es dann über das Große Fließ und weiter auf Betonplattenwegen durch große Wiesenflächen und Brachen. An einer Biegung machen wir bei schönstem Sonnenschein eine kleine Pause. Anschließend laufen wir weiter, leider ein Langes Stück auf Betonplatten am Gestellkanal entlang. Dann kommt endlich der Abzweig nach Wotschofska in Sicht und die Laune steigt wieder.
Über eine Betonbrücke betreten wir Wotschofska, was Erleninsel heißen soll. Auf der Insel steht das älteste Gasthaus des Spreewaldes, das immer noch geöffnet ist. Hierher kommen die Gäste meist mit dem Kahn von Lübbenau, einige aber auch zu Fuß oder mit dem Rad. Im Biergarten finden wir keinen Tisch mehr, an dem wir zusammen sitzen können. Aber am Spielplatz steht noch ein einzelner Tisch, den wir nutzen können. Hier machen wir dann eine längere Pause.
Und dann folgt der Endspurt zurück nach Lübbenau, der schönste Teil der Wanderung. Das wissen andere auch, deshalb geht es hier etwas lebhafter zu. Trotz mehrerer Brücken begegnen uns auch Radfahrer. Vierzehn sollen es von Wotschofska bis Lübbenau sein, wir mussten nur neun überqueren. Am Kleinen Kahnhafen erreichen wir wieder Lübbenau und laufen gleich weiter zum Markt. Leider hat das Café Zeitlos noch keine Tische draußen zu stehen. Es ist wohl auch jedesmal ein Kampf, die Genehmigung zur Okkupierung des Parkplatzes zu bekommen. Und drinnen ist alles voll. Also beenden wir hier die Tour und der größte Teil läuft gleich weiter zum Bahnhof. Zu dritt kehren wir im Café Zeitlos im wohl ältesten Haus von Lübbenau ein. Hefeplinse, Kuchen, Kaffee und Tee tun uns gut. Gesättigt laufen wir dann zum Bahnhof, den wir gegen 16.20 Uhr erreichen. Gegen 16.35 Uhr bringt uns der RE7 zurück nach Berlin.

Bis auf die langen Betonwege war das eine schöne Tour, speziell durch den Barzlin und zwischen Wotschofska und Lübbenau. Sicherlich werde ich die Tour beim nächsten Mal etwas anders planen. Das Wetter hat auch mitgespielt, meist hatten wir Sonnenschein bei Temperaturen um 15 Grad.