Die Wandergruppe
© Cornell Paasche
Kraniche
© Cornell Paasche
Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (HVL) – Berlin – Von Falkensee nach Spandau
Die Tour war am 22. Februar 2025
Wanderleiter: Cornell Paasche

Der Link zur Tour bei Komoot.

Wanderstrecke: etwa 14,6 Kilometer

Teilnehmer inkl. WL: 8

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Heute fand eine weitere RainbowHikers-Gruppenwanderung statt, die aufgrund der Bundestagswahl ausnahmsweise auf den heutigen Samstag vorgezogen wurde.

Start der heutigen Wanderung ist am Bahnhof Falkensee im Brandenburger Landkreis Havelland. Dieser befindet sich an der am 15. Oktober 1846 eröffneten Berlin-Hamburger-Bahn, die schnurgerade durch das heutige Stadtgebiet verläuft. 1848 wurde nahe dem Dorf Seegefeld ein provisorischer Bahnhof errichtet, der 1860 durch ein dauerhaftes Bauwerk ersetzt wurde, dem heutigen Bahnhof Falkensee.

Falkensee besteht aus den ehemals selbstständigen Dörfern Falkenhagen und Seegefeld. Später kamen Finkenkrug, Falkenhöh, Falkenhain und Waldheim dazu, die heute als Wohnplätze gelten. Der Name ist 1923 bei der Bildung der Gemeinde Falkensee aus den beiden größten eingemeindeten Dörfern Seegefeld und Falkenhagen als Kunstwort zusammengesetzt worden: Falken(hagen)see(gefeld).
Seegefeld wurde erstmals 1265 urkundlich erwähnt und Falkenhagen ist 1336 in einer Urkunde notiert.

Zunächst geht es auf der Bahnhofstraße zur Dorfkirche Seegefeld, dem Gutspark Falkensee und der Kirche St. Konrad. Über den Radweg der Sympathie erreichen wir erneut die Bahnhofstraße und etwas später den Rathausplatz und gegenüber den Falkenhagener Anger mit Dorfkirche. Von der Falkenhagener Straße biegen wir in den Alten Fischerweg ein, um zum Neuen See und dem Falkenhagener See zu gelangen. Wir nutzen den Weg zwischen beiden Seen hindurch. Am Südende geht es am Rand einer Wiese zur Spandauer Straße und über diese hinweg zu den beiden Panzerteichen. Etwas später legen wir an der Hamburger Straße, im Ortsteil Falkenhöh, eine Pause ein.

Anschließend folgt die Durchquerung des Geschichtsparks Falkensee. Hier bestand von 1943 bis 1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, in dem Häftlinge aus nahezu allen europäischen Ländern untergebracht waren und zur Arbeit in der Rüstungsindustrie gezwungen wurden.
Nach dem Krieg wurde das Lager als Unterkunft für Kriegsrückkehrer, Flüchtlinge aus den Ostgebieten usw. genutzt. Danach wurden die Gebäude abgebrochen. Die ehemalige Häftlingsbaracke Block 7 wurde als Material- und Techniklager genutzt und blieb so als einzige erhalten. 1965 kehrten überlebende Franzosen an diesen Ort zurück und zwei Jahre später wurde die Gedenkstätte mit Mahnmal eingeweiht. 1993 wurden mit Unterstützung der Stadt Falkensee die Fundamente freigelegt und zum 50. Jahrestag der Geschichtspark eingeweiht.

Unsere Tour setzt sich fort nach Berlin-Spandau. Wir folgen dem meist trockenen Spektegraben, vorbei an der Spektelake und unter der Spektebrücke hindurch. Wir nehmen die große Runde um den Spektepark und kommen dann an den Großen Spektesee mit dem Tiefsten Punkt Berlins (28,1 m ü. NHN). Hier am See machen wir auch die Gruppenfotos.

Wir setzen unseren Weg fort durch den Spektegrünzug und verlassen diesen nur kurz an der Straße An den Kappen zur Gedenkstätte Birken aus Birkenau. Hier befand sich von 1939 bis 1943 das Reichsbahnlager An den Kappen. Die hier stehenden zehn Birken stammen aus Sämlingen, die um das KZ Auschwitz-Birkenau herum eingesammelt wurden. Berlinweit wurden so über 300 Birken gepflanzt.

Am Ende der Tour folgt noch die Durchquerung des Münsingerparks, bevor diese Tour am Bahnhof Berlin-Spandau endet.

Vielen Dank allen Wanderfreunden/Wanderfreundinnen für die Teilnahme und das Interesse an dieser Tour, die wir bei letzten Schneeresten und viel Sonne zurücklegten.